Klaus J. Schoen Winkelzeichen, 1994, Acryl auf Leinwand,100 x 90 cm | Sequenz II 1994, Porto Schiefer, Installation 100/60/40 cm © Dagmar Weissinger
Ort:
Kunstverein KunstHaus Potsdam e.V.

Ulanenweg 9
14469 Potsdam

Telefon: 0331 200 80 86

www.kunstverein-kunsthaus-potsdam.de

Öffnungszeiten:
Di 11 - 15 Uhr, Mi. Do. Fr 11 - 18 Uhr

Eintritt: frei

Barrierefrei:
√ Eingang ebenerdig
√ Assistenzhund zugelassen
√ Voll zugänglich
√ Parkplatz für Rollstuhlfahrende
07.03.2017 bis 23.04.2017
Veranstalter: Kunstverein KunstHaus Potsdam e.V.

unregelmäßig | regelmäßig

Klaus J. Schoen – Malerei | Dagmar Weissinger – Skulptur

Die Werke von Klaus J. Schoen und Dagmar Weissinger verbindet eine so stille wie kraftvolle visuelle Präsenz. Die Malerei und die Skulpturen überzeugen durch die Klarheit der Formen, in deren Reduktion doch immer Spielraum für eine innere Dynamik bleibt.

Eine sensible Zuordnung und Gewichtung geometrischer Elemente lässt Konstellationen entstehen, die frappierende Sehimpulse setzen und die Blicke in Raumtiefen, über Umrisse, hin zu Oberflächen und Volumina, Linien und Zwischenräume und deren inneren Zusam-menhalt und weit darüber hinausreichende Verbindungen lenken. Die Arbeiten beider Künstler sind präzise Setzungen, die im fein austarierten Miteinander der Formen und Volumina nicht zuletzt auch die Farbe, beziehungsweise das Material, einbeziehen.


Mit großer Zurückhaltung, fast Beiläufigkeit, ist Farbe in den Werken von Klaus J. Schoen selbstverständlicher Partner der gewählten Proportionen aus sich überschneidenden oder angrenzenden Feldern und trägt ihren Teil zum Rhythmus einer Arbeit bei. Ausgewählt für die Ausstellung im KunstHaus Potsdam wurden exemplarische Beispiele der Reihe „unregelmäßige Formate“, die zwischen 1986 und 1995 entstanden.

Mit minimalen Eingriffen findet Dagmar Weissinger überzeugende Antworten auf das Eigenleben einer lebendigen Oberfläche, wie sie das Sedimentgestein Schiefer charakterisiert. Die Eigengesetzlichkeit des Steins setzt Grenzen. Durch Proportionierung, Neuordnung und Positionierung klar abgegrenzter und miteinander wirkender Elemente finden die Skulpturen ihre schlüssige Form und kraftvolle Balance. Die Ausstellung zeigt eigens für den Raum ausgewählte Arbeiten aus den Jahren 1992 bis 2002.

Die Werke von Klaus J. Schoen und Dagmar Weissinger entwickelten sich auf dem reichen Fundament minimalistischer und konkret-konstruktiver Tendenzen, die ihren festen Platz in der Kunstgeschichte haben - als Wegbereiter für visuelle Ordnungsprinzipen und Proportionsgefüge und Grundidee für jenen unerschöpflichen Reichtum, der sich in diesen scheinbar einfachen Formen öffnet.


Klaus J. Schoen *1931 in Königsberg (Ostpreußen), lebt und arbeitet in Berlin und Andalusien

Mehr Info unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Jürgen_Schoen


Dagmar Weissinger *1942 in Mannheim, lebt und arbeitet in Berlin

Mehr Info unter: www.dagmarweissinger.de