Teekanne aus Goldrubinglas mit zwei Koppchen und Unterschalen, Stiftung Stadtmuseum Berlin, Foto: Michael Setzpfand, Berlin
Ort:
Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte

Am Alten Markt 9
14467 Potsdam

Telefon: +49 331 2896868

www.potsdam-museum.de

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr 10 - 17 Uhr, Do 10 - 19 Uhr, Sa, So 10 - 18 Uhr

Eintritt: 4 EUR, ermäßigt 3 EUR, bis 18 J. frei

Barrierefrei:
√ WC für Rollstuhlfahrer
√ Eingang ebenerdig
√ Assistenzhund zugelassen
√ Voll zugänglich
√ Parkplatz für Rollstuhlfahrende
Donnerstag 09.11.2017 18:00
Veranstalter: Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte

Johann Kunckels Glas-Laboratorium auf der Pfaueninsel: Konzeption, Konservierung und Präsentation der Funde im neuen Kunckel-Kabinett.

Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung "Mit Akribie ins Bild gesetzt".- Der Maler und Graphiker Heinrich Hintze (1800-1861)

Im Jahre 1685 schenkte der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm die in der Havel bei Potsdam gelegene Pfaueninsel seinem Alchemisten und Glasmacher Johann Kunckel. Geschützt vor neugierigen Blicken konnte er dort in einem geheimen Laboratorium Experimente vor allen zur Herstellung von Rubinglas und anderen farbigen Gläsern durchführen. Nur drei Jahre währte die Produktion der Glashütte. 1688 starb der Große Kurfürst und Johann Kunckel fiel bei seinem Nachfolger, Kurfürst Friedrich III., in Ungnade. Die Hütte auf der Pfaueninsel wurde vermutlich aus Missgunst niedergebrannt.
Knapp 300 Jahre später kamen bei Ausgrabungen in den 1970er Jahren Gebäudefundamente, Glasscherben, Scherben von Tiegeln und Laborgeräten sowie Spuren des Alltags aus der Kunckel-Zeit ans Licht. Der Vortrag berichtet von der Geschichte der Glashütte und stellt die Grabungsfunde vor, die seit Sommer 2016 auf der Pfaueninsel ausgestellt sind.
Referentinnen: Dr. Susanne Evers, SPSG und Bettina K. Schneider, Glasrestauratorin