Das Opfer am Grabe. 1923 / Andreas Hüneke
Ort:
Charlottenstr. 121

Charlottenstraße 121
14467 Potsdam

Telefon: +49 331 24361286

www.potsdamer-kunstverein.de

Öffnungszeiten:
Mo 10 - 14 Uhr und nach Vereinbarung

Eintritt: Frei

Barrierefrei:
√ Nicht für Rollstuhlfahrende zugänglich
17.06.2017 bis 11.09.2017
Veranstalter: Potsdamer Kunstverein e.V.

Gustav Heinrich Wolff (1886-1934)

Holzschnitte, Zeichnungen, Dokumente zu Skulpturen

Gustav Heinrich Wolff gehörte zu den bedeutenden Bildhauern der zwanziger Jahre de vergangenen Jahrhunderts und ist dennoch bis heute kaum bekannt geworden. Seine monumentalen Steinskulpturen in Dresden, Erfurt, Halle, Berlin, Hamburg, Essen und Frankfurt am Main haben ein wechselvolles Schicksal erlitten, wurden beschädigt, zerstört, an unauffällige Standorte versetzt oder sind verschollen.
Seine Arbeitsweise am Stein ähnelte derjenigen der Brücke-Künstler bei ihren Holzskulpturen. Bestimmend für die Ausformung wurde das Material - dort der Holz-, hier der Steinblock -, in das ohne Anfertigung von Modellen nach wenigen knappen Skizzen unmittelbar hineingearbeitet wurde, und dessen ursprüngliche Form oft teilweise erhalten blieb. Und wie die Brücke-Künstler, hat auch Wolff in der Grafik neben der Radierung vor allem den Holzschnitt gepflegt. Gerade in diesem Bereich ist die antike Thematik vorherrschend. Damit korrespondiert auch das Statuarische und die gemessene Gestik seiner Figuren. Bei Kleinbronzen und aquarellierten Zeichnungen näherte er sich Mitte der zwanziger Jahre der Formensprache der Neuen Sachlichkeit. Wichtige Anregungen brachten ihm auch seine Reisen nach Nordafrika.
So geschlossen das Werk Gustav Heinrich Wolffs dem Betrachter erscheint, so blieb es doch bis zu seinem frühen Tod Anfang 1934 das Werk eines stets Suchenden. Sein Grab befindet sich auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof in Stahnsdorf.